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Stiftung Presencia


Erweiterte Zusammenarbeit in Kolumbien

Unsere kolumbianische Tochterorganisation Presencia in Medellín hat ihre Arbeit im Verlaufe der letzten Jahre sukzessive ausgebaut und sich so zu einer grossen, eigenständigen und erfolgreichen sozialen Institution entwickelt. Sie arbeitet eng mit staatlichen Akteuren zusammen und die «Schweizer Projekte» sind nur noch ein kleiner Teil ihrer Aktivitäten.
Deshalb hat die Stiftung Presencia als neue Tochterorganisation die Fundación Acoger y Acompañar (Stiftung Geborgenheit geben und begleiten) ins Leben gerufen. Die neu geschaffenen Strukturen erlauben es sowohl der Stiftung Presencia wie auch Presencia in Medellín, ihre Projekte eigenständig und effizient weiterzuentwickeln. In Zukunft arbeitet die Stiftung Presencia mit beiden kolumbianischen Organisationen zusammen:
Mit der Fundación Acoger y Acompañar werden wir ab 1. Januar 2018 das Sozialbegleitungsprogramm und das Stipendienprogramm in bewährter Weise weiterführen. Leiter der neuen Organisation ist unser langjähriger Mitarbeiter Jaime Zuluaga Soto. Er leitete bereits bislang die von der Stiftung Presencia finanzierten Projekte. Zu Acoger y Acompañar wechselt auch Sandra Sánchez, bisherige Projekt-Koordinatorin und seit 20 Jahren für Presencia in Medellín im Einsatz.
Für die Begünstigten des Sozialbegleitungs- und des Stipendienprogramms ändert sich nichts. Sie werden unterstützt wie bisher und von den gleichen Mitarbeitenden bzw. Bezugspersonen betreut.
Presencia in Medellín bleibt unsere Partnerorganisation für das Programm Berufsausbildungen:
In der Lehrwerkstatt führen wir bis anhin gemeinsam die einjährigen Berufslehrgänge sowie Kurzausbildungen durch und betreiben die Bibliothek. Weitere Synergien zwischen der Stiftung Presencia und Presencia in Medellín werden auch zukünftig genutzt.

Ziel «Hilfe zur Selbsthilfe» erreicht - Projektarbeit im Armenviertel «La Iguaná» nach 33 Jahren erfolgreich abgeschlossen

Presencia schloss im Juli ihren Sitz im Armenviertel «La Iguaná». In diesem Stadtteil von Medellín hatte die Stiftung in den 1980er Jahren mit der Projektarbeit in Kolumbien begonnen. Bei einem festlichen Akt verabschiedeten sich die Presencia-Mitarbeiter mit Wehmut, aber auch mit Stolz vom Armenviertel. Presencia konnte in den über dreissig Jahren massgeblich dazu beitragen, dass sich die Lebensbedingungen der Viertelbewohner nachhaltig verbessert haben und die Armut in La Iguaná abgenommen hat. In anderen Stadtteilen, wo dagegen Hilfe noch dringend benötigt wird, baut Presencia ihre Projektarbeit aus.  
 
Dank den gezielten Präventions- und Ausbildungsprogrammen von Presencia wurde in «La Iguaná» erreicht:

dass 93 Prozent der Begünstigten die obligatorische Schulzeit erfolgreich abschlossen

dass davon 25 Prozent mit einem staatlich anerkannten Lehrabschluss und 46 Prozent mit einem Hochschul- oder Fachhochschulabschluss aus den Presencia-Programmen entlassen wurden

dass 74 Prozent aller Begünstigten nach Programmaustritt eine Festanstellung im formalen Arbeitsmarkt fanden. Sie können heute mit einem regelmässigen Einkommen rechnen und führen ein selbstbestimmtes Leben.

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Besuch des neuen Stiftungspräsidenten vor Ort

Der neue Stiftungspräsident und Nachfolger von Andreas Hauri, Oscar Olano, reiste im März 2015 mit der Geschäftsführerin nach Medellín um sich vor Ort von der Arbeit der Tochterorganisation zu überzeugen. Lesen Sie in unserem ersten Newsletter welche Eindrücke er von diesem Besuch mit nach Hause in die Schweiz genommen hat.

Oscar Olano (rechts) im Gespräch mit dem Leiter der Abteilung Erzierhung und Sozialarbeit Jaime Zuluaga


Der vorbildliche Kolumbianer – ein Preis von nationaler Bedeutung

Unsere Arbeit wurde in Kolumbien schon mehrere Male ausgezeichnet. So erhielt der Schweizer Gründer, Andreas P. Hauri, im April 2008 vom damaligen Bürgermeister Medellíns, Alonso Salazar, als erster Ausländer die Silbermedaille für seine Verdienste in der Verbesserung der Lebensbedingungen für Kinder und Jugendliche dieser Stadt. Im Februar 2013 verlieh die Tagezeitung «El Colombiano» unserer lokalen Organisation den Preis «El Colombiano Ejemplar» (der Musterkolumbianer) in der Kategorie «Solidarität». Dieser Preis wird jedes Jahr an Institutionen und Personen vergeben, die sich für benachteiligte Menschen einsetzen und andere inspirieren, sich gemeinsam und auf konstruktive Weise für das Wohl der Gesellschaft einzusetzen.

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